The Returns to Computer use revisited: have Pencils changed the Wage Structure too?

Nachdem ich mich klausurvorbereitend durch diesen Artikel von DiNardo und Pischke gelesen hatte, wollte ich auch anderen meine Zusammenfassung nicht verwehren. Vielleicht hilft’s ja für einen Schnelleinstieg …

Dieser Artikel befasst sich ein weiteres mal mit dem originären Artikel von Krueger über die Lohnauswirkungen der Nutzung von Computern. Bei seinen Tests gab es eine signifikante Korrelation der Lohnhöhe und dieser Nutzung, aus welcher er auf eine Kausalität schließ. DiNardo und Pischke wiederholen seine Tests basierend auf deutschen Daten des Zentralarchivs für Empirische Sozialforschung, welche neben der Nutzung von Computern auch Daten über die Nutzung anderer Hilfsmittel wie Stift, Telefon, Hammer hat – und teilweise auch darüber, ob die Tätigkeit im Sitzen verübt wird.

Diese Daten lassen klar werden, worauf die Autoren hinauswollen: fast jeder Deutsche kann lesen und schreiben (und somit einen Stift bedienen), es nutzen etwa 60% der Deutschen bei ihrer Arbeit einen Stift (dieser ist somit kein rares Gut) – insofern sollte es keinen (Lohn-)Bonus auf die Nutzung von Stiften geben, wenn diese Boni einzig die Produktivität der Arbeiter widerspiegeln.

Unter Einsatz mehrerer Dummies, welche andere Lohnveränderer (wie Bildung) herausrechnen, finden die Autoren einen signifikanten Return zu allen aufgelisteten Hilfsmitteln, der Return auf Computer ist dabei ähnlich hoch wie bei Kruegers Originalregression. Hierbei wurden die Werkzeuge einzeln regressiert: damit ausgeschlossen wird, dass einzelne Werkzeuge nur ein Proxy für andere (echt-wirksame) Werkzeuge sind (Bsp.: wer oft sitzt, bekommt einen höheren Lohn, weil er einen Computer nutzt, der ihn sehr effektiv macht – und verdient daher mehr), wurden die deutschen Daten anschließend für alle Werkzeuge gleichzeitig regressiert. Der Effekt war hier geringer, aber immer noch signifikant hoch. Und da eine höhere Produktivität von Bleistift-Nutzern aufgrund des Bleistifts abwegig ist, verleiten die Ergebnisse dazu, Kruegers Studie abzulehnen: wahrscheinlich ist, dass die Korrelation umgekehrt ist: positive Selektion der Besserverdienenden bei der Verteilung von Computern sorgte für diesen Zusammenhang.

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