Degrees Matter: New Evidence on Sheepskin Effects in the Returns to Education

Nachdem ich mich klausurvorbereitend durch diesen Artikel gelesen hatte, wollte ich auch anderen meine Zusammenfassung nicht verwehren. Vielleicht hilft’s ja für einen Schnelleinstieg …

In diesem Paper behandeln Jaeger und Page einen Teilaspekt der Signaling-Theorie, nach welcher man nach Bildung strebt, um seine „Produktivität“ zu beweisen. Mit Sheepskin(SS)-Effekten werden Effekte bezeichnet, bei welchen das Erreichen eines Abschlusses überdurchschnittlich hoch (im Vergleich zu einem weiteren regulären Jahr Bildung) vom Arbeitsmarkt bewertet wird.

Zum ersten Mal haben sie hierbei für einen Makrozensus sowohl die Anzahl der Schuljahre als auch die erreichen Abschlüsse der Individuen und können so deren Einfluss auf den Lohn genauer abstrahieren. Vorgänger mussten hier in bestimmten Schuljahren (6, 12 etc.) so genannte Knoten bilden, und diese Jahre mit einem Abschluss gleichsetzen. Dieses Verfahren führt natürlich zu Verzerrungen, weil nicht jeder eine Punktlandung auf einem Abschluss mit der jeweils erwarteten Schuldauer schafft.

Zusätzlich wurden auch Unterschiede zwischen den SS-Effekten auf weiße sowie schwarze Frauen und Männer untersucht. Die Theorie sagt, dass die SS-Effekte dann höher seien sollten, wenn das relative Signal stärker ist. Das relative Signal ist dann besonders hoch, wenn man von den ungebildeten Arbeitskräften keine hohe Produktivität erwartet. Dementsprechend sollten im Amerika der 90er Jahre – sofern der Rassismus noch signifikant war oder Afroamerikaner generell aufgrund von Slumbildung und schlechter Lebensumgebung unproduktiver waren – die SS-Effekte höher sein als bei weißen Amerikanern.

Die wichtigsten Ergebnisse im Vergleich zu den älteren Studien:

  • Ein Bachelor‘s Degree hat signifikante SS-Effekte von bis zu 31%
  • SS-Effekte erklären 1/4 des Lohns bis zum 16. Bildungsjahr
  • Es gibt keine großen Unterschiede bei den SS-Effekten zwischen Schwarz und Weiß für College- und Highschoolabschlüsse.
  • Es gab in der Stichprobe weniger weiße Frauen und Schwarze, dies könnte die Ursache dafür sein, dass die SS-Effekte mit Master- und Professorenabschluss großer sind.

Zusammenfassend:

  • Es gibt signifikante Abschluss-Effekte für alle Post-Secondary Diploma für zumindest einen Teil der Bevölkerung
  • Bachelor und Post-Graduate Abschlüsse werden vom Markt mindestens genauso stark präferiert wie die damit verbundenen Jahre an Ausbildung. Die SS-Effekte sind hierbei stärker in den Abschlüssen als den jeweiligen Jahren der Ausbildung.
  • SS-Effekte größer bei Inbetrachtnahme der Diploma (anstelle der Knoten)
  • Nur geringe Zeichen dafür, dass SS-Effekte unter Geschlecht und Rasse verschieden sind
  • Stärke des SS-Effekts variiert im Typ der Ausbildung.
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