Understanding Differences in Hours Worked (R. Rogerson)

Für mich selbst habe ich eine Kurzzusammenfassung des Rogerson-Textes erstellt, welchen ich (im Sinne der Nicht-Rivalität von Wissen 😉 ) der Allgemeinheit nicht vorenthalten möchte. Ich freue mich, wem es was nützt. Natürlich musste ich dabei für mich selbst definieren, was wichtig ist – anders geht es bei 50 Seiten Text nicht. Wer wichtig anders definiert, hat Pech gehabt.

Rogersons Arbeit behandelt die aggregierte Arbeitszeit. Bei internationalen Vergleichen zieht er dabei neben der gewöhnlichen Wochenstundenzahl auch andere Faktoren wie durchschn. Ausfallzeit durch Krankheiten, Urlaub, Feiertage etc mit ein. Er normiert dabei bei sämtlichen Statistiken und Vergleichen die USA auf 1 und vergleicht mit ebendiesen.

Die erste Beobachtung ist eine riesige Divergenz und Differenz der aggr. Arbeitszeit verschiedener OECD Staaten im Vergleich zu den USA (enormous) – die Daten differieren um mehr als 20%.

Anschließend geht er auf die Wohlfahrtsverluste durch ineffiziente Arbeitszeiten ein (S. 367, 368). Er berechnet mittels des neolk. Wachstumsmodells die “Kosten” einer Restriktion der Arbeitszeit. Bei empirisch-geschätzten Daten betragen diese um die 10% – und proportional steigend zum Volkseinkommen. Auch wenn dies keine absolut korrekte Angabe ist und von diversen Beobachtungen und Statistiken ausgeht, wird seine Hauptaussage von diesem Wert klar unterstrichen.

In den Kapiteln 3 werden aggr. Arbeitszeitkurven verschiedener OECD-Staaten gezeigt. Diese werden je nach Verhalten in verschiedene Gruppen eingeteilt. Im vierten Kapitel werden diese Graphen mit der AL-Quote verglichen. Folgende sind die wichtigsten Aussagen:

  1. Die Arbeitslosenquote in Europa steigt von 1970-1990 um 6%, bleibt anschließend etwa konstant.
  2. Die Unterschiede der AL-Quoten Europa:Amerika steigen ab 1980 stark an.
  3. Das Verhältnis aggr. Arbeitszeit Europa/US sinkt von 1955-2000 von von 110% auf 70%.
  4. Die aggr. Arbeitszeitunterschiede im Vergleich zu den US können nur zu einem kleinen Teil durch verschiedenen AL-Quoten erklärt werden.

Folgendes sind die Folgerungen:

  1. Es wurde zuwenig in Sachen aggr. Arbeitszeit geforscht, sie ist wichtiger als Forschung in AL-Quote. Denn:Die Annahme, dass Arbeitsangebote in allen Wirtschaften gleich sind und alle Unterschiede in verschiedenen Arbeitszeiten durch verschiedene AL-Quoten erklärbar sind, falsch ist. (lange Ausführung Seiten 380-382).
  2. Es gibt zwei besonders starke”Driving Forces” für diese Phänomene in der aggr. Arbeitszeit: Technologie und Staat
  3. Eine höhere Technologie führt zu einem niedrigeren Arbeitszeitniveau (5.2).
  4. Der Staat kann durch seine Verteilungs- und Steuerpolitik verschiedene Anreize zum Arbeiten geben und somit die aggr. Arbeitszeit beeinflussen. (5.3) Dieser stehen ihm vier große (in Sachen Effekt) Alternativen zur Verfügung.
  5. Investitionen in allg. für den HH irrelevante Güter (z.B. Armee, Bürokratie) haben keinen Effekt auf die Arbeitszeit.
  6. Subventionen elementarer Konsumgüter (Rücktransfers an die HHe) verringern die Arbeitszeit.
  7. Investitionen in allg. für den HH nützliche Güter (Bildung) erhöhen die Arbeitszeit.
  8. Investitionen in Sozialsysteme verringern die Arbeitszeit.
  9. Weder Technologie noch Staat alleine erklären diverse Unterschiede in den Verläufen der aggr. Arbeitszeiten
  10. Es besteht eine positive Korrelation zwischen freizeitunterstützenden Staatsausgaben und aggr. Arbeitszeit, welche mit der Zeit zunimmt (0,1 bis -0,5).
  11. Die Technologiedifferenzen gerade nach dem zweiten Weltkrieg hingegen und die “Aufholjagd” der europäischen Staaten erklärt z.T. desweiteren Unterschiede in den Verläufen der Kurven.
  12. Nachdem man die Arbeitszeiten disaggregiert, kann man weitere Gründe für verschiedene Verläufe finden: vor allem steigende Arbeitszeiten der Frauen sind hier zu nennen.

Im folgenden versucht Rogerson, Gründe für verschiedene Arbeitszeiten und Arbeitsquoten in den Ländern zu finden und die Situation weiter zu analysieren. Er gibt ferner einen Ausblick in die Arbeit, welche noch getan werden muss. Dies ist allerdings zum Verstehen der Hauptaussage seines Textes nicht zwangsläufig notwendig.

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